Ein Verkehrsübungsplatz, Fahrsicherheitszentrum oder auch Verkehrssicherheitszentrum ist eine sinnvolle Einrichtung die keiner weiteren Erklärung bedarf.
Im Fall Bayernring oder wie immer die Initiatoren ihr Projekt benennen mögen liegt der Fall aber etwas anders. Die Fahr- bzw. Verkehrssicherheit wird zwar immer in den Vordergrund gestellt, nebenbei wird jedoch erwähnt, dass eine Kartbahn, eine Quadbahn oder -verleih, ein Off-Road-Park, ein Motocrossgelände, neuerdings auch eine Modellbau-Bahn (könnte daran liegen) und ein "Dorf" oder ein Versorgungsgelände mit Restaurant integriert werden. Bisher war auch immer die Rede von einer Fahrerprobungs- und Rennstrecke, die den eigentlichen Kern des Anstoßes darstellte. Bei der Vorstellung des Fahrsicherheitszentrums "Herrenschacht" in Grafenwöhr wurde diese wohl aus taktischen Gründen außen vor gelassen, jedoch sprach man schon von geplanten Erweiterungen. Die Grundstruktur bleibt also gleich, nur die Dimension des Projektes variiert von Jahr zu Jahr. Ein Fahrsicherheitszentrum ohne jegliche Motorsportareale wurde bisher nicht präsentiert.
Dieses Vorgehen der Initiatoren (größtenteils Mitglieder des ATC Weiden) erwirkt den Eindruck, als dass sie nur ein Ziel haben: nämlich aus reinem Privatinteresse ein Motorsportareal für "ihren" Automobilclub zu verwirklichen. Der Rest spielt wohl eher eine untergeordnete Rolle und dient, wie die immer wieder angeführten Argumente wie Schaffung von Arbeitsplätzen, Ausflugsziel für die Bevölkerung oder regionale Wirtschaftsförderung, nur als Verkaufsargument.
Alle bisher bekannten Planungen des Bayernringes lagen im Naturpark Hessenreuther und Manteler Wald. Hier hat jeglicher Motorsport nichts verloren - ohne Wenn und Aber! Das ist unser aller Erholungsgebiet, dass nicht umsonst als erster Qualitätsnaturpark in der Oberpfalz ausgezeichnet wurde. Diesen lassen wir uns von einigen uneinsichtigen Phantasten, die sich ihren ganz persönlichen Traum erfüllen möchten, sicherlich nicht zerstören.
„Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“
(Bertolt Brecht)


